Über Pole Dance

Pole Dance: Aus der Dunkelheit ins Licht

Pole Dance erlebt seit einigen Jahren einen richtigen Hype. Der erotische Tanz an der Stange, der lange Zeit ausschließlich mit Nachtclubs in Verbindung gebracht wurde, hat den Weg in die Öffentlichkeit geschafft.

Durch die starke Nachfrage nach Poledance nehmen immer mehr Fitness und Tanz Studios Poledance in ihr Kursprogramm mit auf und immer mehr reine Poledance Studios eröffnen vor allem in den größeren Städten. Sogar Meisterschaften erfreuen sich großer Beliebtheit.

Poledance Fans haben es geschafft: Der Tanz an der Stange wird als Sport und Ganzkörper-Workout angesehen und wird nicht mehr nur auf seinen erotischen Ursprung reduziert.

Poledance vereint Artistik und Ästhetik

Kaum eine andere Sportart schafft es, Körper, Geist und Kunst derart zu vereinen. Poledance ist sexy, sportlich und ästhetisch. Poledance steht für Power und Pose und wer den Tanz an der Stange selbst einmal ausprobiert hat, der weiß, dass die Übungen, die eigentlich so leicht und geschmeidig aussehen, eine große Portion an Kraft und Ausdauer erfordern.

Pole Dance lernen

Poledance verbindet kraftvolle Bewegungsabläufe und anmutige Tanzchoreografien zu einer Einheit und sorgt so beinahe schon spielerisch für einen Muskelaufbau.

Durch die verbesserte Körperhaltung führt Poledance zu mehr Selbstbewusstsein und allgemein zu einer besseren Körperwahrnehmung. Und natürlich ist Poledance auch erotisch und das ist gut so, aber er ist weder schmutzig noch vulgär. Poledance ist aus der heutigen Fitnesswelt nicht mehr wegzudenken.

Wer kann an der Stange tanzen?

Die Antwort ist so einfach wie klar: Jeder! Jeder – und hier ist es egal, welches Alter oder Geschlecht jemand hat und ebenso sind auch Gewicht und sportliche Vorerfahrung egal. Wer noch nie getanzt hat oder sportlich aktiv war, benötigt halt etwas mehr Zeit, um die Pole Dance Figuren zu lernen und gekonnt umzusetzen. Pole Dance Studios empfehlen ein Alter ab 16 Jahren, um mit Pole Dance zu beginnen.

Die Übungen im Kurs sind so konstruiert, dass eine gewisse Grundfitness sicherlich nicht verkehrt ist, allerdings kein Muss darstellt. Muskelkraft und Körperspannung können langsam aufgebaut werden und bei all der Sportlichkeit sollte eh der Spaß im Vordergrund stehen. Unabhängig von Körperbau und Fitness Level können viele Übungen getanzt werden, so dass auch Anfänger rasch Fortschritte beim Tanz an der Stange erkennen. Das motiviert zum Weitermachen.   

Pole Dance ist so aufgebaut, dass neben den ganzen Übungen noch ausreichend Spielraum besteht, um seinen eigenen Stil einzubringen.

Pole Dance: Zuerst tut es weh – dann macht es Spaß!

Anfänger wissen ein Lied davon zu singen: Beim Pole Dance können kleinere Verletzungen entstehen. Der sogenannte „Stangenbrand“ entsteht, wenn der Körper von der Stange abrutscht und die Haut „klebt“. Auch gibt es immer wieder blaue Flecken, die „Pole Kisses“, die ebenso durch den Kontakt zur Stange entstehen können. Aber: Das gehört zum Pole Dance einfach dazu und heilt letztlich auch schnell wieder ab. Je länger der Sport ausgeführt wird, desto mehr Muskelkraft und Körperspannung wird aufgebaut und desto sicherer hält man sich an der Pole.

Pole Dance & Pole Fitness – gibt es einen Unterschied?

Allgemein nennen wir den Tanz an der Stange Pole Dance, doch wer es genau nimmt, kann zwischen Pole Dance und Pole Fitness unterscheiden. Pole Dance ist der Ursprung des Tanzes, also die Disziplin mit kraftvollen und eleganten Figuren an der Stange. Es ist ein sinnlicher und anstrengender Sport, der einer enormen Körperbeherrschung bedarf. Als Pole Fitness dagegen wird das kommerzielle Format aus der Fitness Szene bezeichnet. Dieses wird oftmals in Fitness Studios und zudem von Fitness Trainern unterrichtet. Häufig sind die Moves so abgewandelt, dass Pole Fitness eher als Turnübungen an der Stange und nicht als typischer Tanz angesehen werden kann.

Da die Übergänge von Pole Dance und Pole Fitness nicht immer und sofort klar sind, sollte vor Kursstart in einem Studio nachgefragt werden, welche Art von Pole Dance Training absolviert wird.

Fazit: Pole Dance und Pole Fitness gehen ineinander über. Während Pole Dance mit seinen eleganten, ästhetischen und sexy Posen noch mehr an Tanz erinnert, beinhaltet Pole Fitness verstärkt Elemente aus den Bereichen Fitness, Gymnastik, Aerobic und Yoga.

Pole Dance Wörterbuch

Wer Pole Dance lernen möchte (siehe auch hier unseren Beitrag „Pole Dance lernen“ – klick >>) wird mit einer Vielzahl an Begriffen konfrontiert. Immer wieder tauchen englische Wörter auf, die einzelne Figuren oder Bereiche aus dem Pole Dance beschreiben. Pole Dance ist ein Sport, der Konzentration abverlangt – sei es, um die einzelnen Übungen zu lernen oder um sich die Begriffe einzuprägen.

Wusstest du, dass…

Floorwork – Posen mit Bodenkontakt sind?

Climbs – Klettern bedeutet?

Spins – Drehungen sind?

Inverts – Kopfüberfiguren genannt werden?

Mounts – Aufsteigfiguren sind?

Posen – Aufwärtspositionen sind?

Pole Kisses – Blauen Flecken sind, die beim Herunterrutschen von der Stange entstehen?

Basic Grip – ein Standard Griff ist (der dazu dient, sich von der Stange abzudrücken, um den Körper auf Distanz zu ihr zu halten)?

Den Sport weiter etablieren

Um den Pole Sport in Deutschland weiter voranzutreiben, setzt sich unter anderem der Deutsche Pole Sport Verband e.V. (www.polesportverband.de) ein. Dem Verein ist es wichtig, einheitliche Richtlinien für den Pole Sport in Deutschland einzuführen und so ist es das große Ziel, den Pole Sport als anerkannte Sportart in Deutschland zu etablieren.

Offizielle Meisterschaften, Ausbildungen und Weiterbildungen sollen ermöglicht werden, außerdem sollen Mitglieder eine kostengünstige, anerkannte Pole Sport Ausbildung erhalten. Auch soll die Kinder- und Jugendarbeit gefördert werden.

Nur keine Hemmungen

Kaum eine andere Sportart ist einem Anfänger zu Beginn an so fremd wie Pole Dance. Es bedarf einer Gewöhnung an die Stange und auch die Figuren müssen erst erlernt werden. Doch Anfänger sollten wissen: Niemand ist als Pole Profi geboren! Jeder hat einmal angefangen und kam sich – auch, wenn er vielleicht bereits sportlich aktiv war – wie ein schwerer Sack vor, als er an der Stange hin und sich wunderte, welche Muskelgruppen bei diesem Sport alle beansprucht werden.

Es dauert einige Zeit, bis die Pole Dance Figuren wirklich ästhetisch aussehen und hier hilft nur: Üben, üben, üben!

Hemmungen sind beim Pole Dance völlig unnötig und dieses gilt für das Gefühl, eventuell ein paar Kilo mehr Gewicht auf den Rippen zu haben, ebenso wie für die Ansicht, selbst etwas ungelenk zu sein. Ein guter Trainer wird dich genau an deinem Trainingslevel abholen und Schritt für Schritt deine Pole Dance Power aufbauen.

Bedenken, Vorbehalte oder Ängste, sich im Kurs zu blamieren sind fehl am Platze. Nicht Kilos und Proportionen zählen, sondern allein der Wille zum Sport. Pole Dance ist Leidenschaft und Eleganz – und ganz viel Spaß!

Kids an der Stange – zu erotisch?

Kinder lieben den Tanz an der Stange, denn sie verbinden ihn mit Klettern und Turnen und das macht ihnen Spaß. Die Meinungen gehen hier allerdings stark auseinander. Während viele Mütter ihre Kindern selbst zu Pole Dance Kursen anmelden, warnen Kinderschützer vor dem zur Schau stellen der kleinen, leicht bekleideten Mädchen.

Knappes Höschen, bauchfreies Top – werden Kinder beim Pole Dance wirklich zum Sexobjekt?

Die erotische Herkunft des Tanzes begreifen Kinder nicht. Für die Kids steht der Spaß im Vordergrund und auch viele Mütter können die Aufregung nicht verstehen. Pole Dance ist Tanz und Sport und nackte Haut gehört hier nun einmal dazu.

Und: Schwimmer sind im Becken ja auch nur mit einem Badeanzug angezogen.

Deine eigene Pole für zu Hause

Wenn du den Pole Sport richtig lernen möchtest, solltest du einen Kurs in einem Studio (Pole Studio, Tanzstudio oder Fitness Studio belegen, damit dir ein qualifizierter Trainer die richtige Haltung an der Stange erklärt). Wenn du darüber hinaus noch weiter üben möchtest, können wir dir zu einer eigenen Pole Dance Stange raten. Moderne Poles lassen sich ganz einfach aufbauen (und auch wieder abbauen). Doch welche Pole ist die richtige? Unseren großen POLE DANCE STANGEN TEST gibt es hier! (Hier klicken und zum Test gelangen – klick >>).

Mehr zum Thema Pole Dance gibt es auch auf Wikipedia (hier klicken >>).